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Allgäuer Zeitung

Mittwoch, 19. Juni 2013
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
20.02.2003

Einnahmen stark gesunken

Sonthofen (klau).
Durch eine bessere Vermarktung der Sonthofer Eissporthalle soll die Schließung des Gebäudes verhindert werden. Auf diese Formel einigten sich der Vorstand, Mitglieder und Fans des ERC Sonthofen 99 sowie etliche Sonthofer Stadträte bei einer Diskussion. Diese hatte der Vorstand des ERC organisiert, da Äußerungen des Sonthofer Bürgermeisters Hubert Buhl über die eventuelle Schließung des Eisstadions für Aufregung gesorgt hatten.

In einer Hauptausschusssitzung hatte Hubert Buhl in einem Vorbericht über die kritische Haushaltslage der Stadt Sonthofen für das Jahr 2003 informiert. Dabei sagte er auch, dass die Stadt freiwillige Ausgaben drastisch kürzen und vielleicht sogar einige Einrichtungen schließen müsse. Unter anderem erwähnte er das Eisstadion, das Eigentum der Stadt Sonthofen ist. Dies führte zu großer Aufregung unter den Verantwortlichen und Mitgliedern des Eishockey-Bayernligisten. In einer Diskussion sollten nun Vorschläge und Zukunftsperspektiven für den Eissport in Sonthofen gefunden werden.
Sportamtsleiter Gerd Bachmann informierte die Runde über die schwierige Lage der Stadt, die dem ERC das Eisstadion für Training und Spiele umsonst zur Verfügung stellt. Sowohl beim Publikumslauf als auch bei den Eishockeyspielen des ERC seien in letzter Zeit die Besucherzahlen und mit ihnen die Einnahmen stark zurückgegangen. Und auf Grund der allgemeinen Finanzprobleme der Stadt sei es somit sehr schwer, das Eisstadion zu halten.
In den letzten Jahren viel investiert
Vorwürfe, dass sich die Stadt in den letzten Jahren nicht um den Erhalt und die Attraktivität des Stadions gekümmert habe, wies Bachmann zurück. Für das Dach, den Umbau der Umkleiden und die Maschinenanlagen sei in den letzten Jahren viel Geld von Seiten der Stadt investiert worden, entgegnete er.
Mitglieder des ERC warfen die Möglichkeit auf, dass durch eine bessere Vermarktung des Eisstadions, das Defizit verringert werden könnte. Das Eis könnte an Hobbymannschaften vermietet werden, attraktivere Publikumsläufe am Wochenende und die Möglichkeit zum Inlineskaten im Sommer könnten wieder für höhere Besucherzahlen sorgen. Auch kürzere Betriebszeiten wurden als Möglichkeit zur Kostensenkung genannt.
Stadtrat Rudolf Gropper versuchte die Wogen zu glätten: Noch sei keinerlei Entscheidung über die Schließung irgendeiner Einrichtung der Stadt gefällt worden. Dies werde frühestens Anfang April nach langen Haushaltsprüfungen durch den Stadtrat entschieden.
Um die Verantwortlichen der Stadt von der Bedeutung des Sonthofer Eishockeys zu überzeugen, wird sich der Vorstand des ERC heute, Donnerstag, mit Bürgermeister Hubert Buhl treffen. In dem Gespräch sollen Kompromissvorschläge erläutert werden, die die Stadt zum Erhalt des Stadions bewegen sollen. Die Schließung des Stadions würde nämlich das Ende für den ERC bedeuten.

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