Einnahmen stark gesunken
Sonthofen (klau).
Durch eine bessere Vermarktung der Sonthofer Eissporthalle soll die
Schließung des Gebäudes verhindert werden. Auf diese Formel einigten sich der Vorstand, Mitglieder
und Fans des ERC Sonthofen 99 sowie etliche Sonthofer Stadträte bei einer Diskussion. Diese hatte
der Vorstand des ERC organisiert, da Äußerungen des Sonthofer Bürgermeisters Hubert Buhl über die
eventuelle Schließung des Eisstadions für Aufregung gesorgt hatten.
In einer
Hauptausschusssitzung hatte Hubert Buhl in einem Vorbericht über die kritische Haushaltslage der
Stadt Sonthofen für das Jahr 2003 informiert. Dabei sagte er auch, dass die Stadt freiwillige
Ausgaben drastisch kürzen und vielleicht sogar einige Einrichtungen schließen müsse. Unter anderem
erwähnte er das Eisstadion, das Eigentum der Stadt Sonthofen ist. Dies führte zu großer Aufregung
unter den Verantwortlichen und Mitgliedern des Eishockey-Bayernligisten. In einer Diskussion
sollten nun Vorschläge und Zukunftsperspektiven für den Eissport in Sonthofen gefunden werden.
Sportamtsleiter Gerd Bachmann informierte die Runde über die schwierige Lage der Stadt, die dem
ERC das Eisstadion für Training und Spiele umsonst zur Verfügung stellt. Sowohl beim Publikumslauf
als auch bei den Eishockeyspielen des ERC seien in letzter Zeit die Besucherzahlen und mit ihnen
die Einnahmen stark zurückgegangen. Und auf Grund der allgemeinen Finanzprobleme der Stadt sei es
somit sehr schwer, das Eisstadion zu halten.
In den letzten Jahren viel investiert
Vorwürfe,
dass sich die Stadt in den letzten Jahren nicht um den Erhalt und die Attraktivität des Stadions
gekümmert habe, wies Bachmann zurück. Für das Dach, den Umbau der Umkleiden und die
Maschinenanlagen sei in den letzten Jahren viel Geld von Seiten der Stadt investiert worden,
entgegnete er.
Mitglieder des ERC warfen die Möglichkeit auf, dass durch eine bessere
Vermarktung des Eisstadions, das Defizit verringert werden könnte. Das Eis könnte an
Hobbymannschaften vermietet werden, attraktivere Publikumsläufe am Wochenende und die Möglichkeit
zum Inlineskaten im Sommer könnten wieder für höhere Besucherzahlen sorgen. Auch kürzere
Betriebszeiten wurden als Möglichkeit zur Kostensenkung genannt.
Stadtrat Rudolf Gropper
versuchte die Wogen zu glätten: Noch sei keinerlei Entscheidung über die Schließung irgendeiner
Einrichtung der Stadt gefällt worden. Dies werde frühestens Anfang April nach langen
Haushaltsprüfungen durch den Stadtrat entschieden.
Um die Verantwortlichen der Stadt von der
Bedeutung des Sonthofer Eishockeys zu überzeugen, wird sich der Vorstand des ERC heute, Donnerstag,
mit Bürgermeister Hubert Buhl treffen. In dem Gespräch sollen Kompromissvorschläge erläutert
werden, die die Stadt zum Erhalt des Stadions bewegen sollen. Die Schließung des Stadions würde
nämlich das Ende für den ERC bedeuten.



