Gibt’s in einem Jahr den „Oberallgäuer“?
Oberallgäu/Kempten (kep) -
Im Chiemgau gibt es sie seit drei Jahren, im Ostallgäu
soll sie Anfang 2007 kommen. Und jetzt wurde eine Initiative gestartet, um sie auch für den Raum
Kempten-Oberallgäu einzuführen: die Regionalwährung. Ziel einer neuen Arbeitsgruppe „Regionalgeld
im Oberallgäu“ ist es, Ende nächsten Jahres die Zweitwährung zur Stärkung der heimischen Wirtschaft
in Umlauf zu bringen.
Wo überall das Regionalgeld eingesetzt wird und wem es schlussendlich
zugute kommt, steht noch nicht fest. Die frisch gegründete, bisher neunköpfige Arbeitsgruppe will
sich zunächst „noch andere Ideen ganz genau anschauen.“ Erst beim nächsten Treffen Ende Januar
sollen dann die endgültigen Zielsetzungen der Oberallgäuer Regionalwährung festgeklopft werden. So
soll Klaus Kopp aus Eching im Chiemgau als Gast ins „Kempodium“ nach Kempten eingeladen werden, um
über Konzept und Erfolg des „Chiemgauers“ zu berichten. Außerdem will sich die Arbeitsgruppe bis
dahin mit „Joytopia“ befassen, einem Konzept, das auf der Idee einer „natürlichen Ökonomie“
basiert. Initiator Rainer Mischke aus Kempten betonte derweil den Projektcharakter des Vorhabens,
das als solches „einmalig ist“. Eines ist für den ehemaligen evangelischen Pfarrer sowie
ausgebildeten Projektmanager und Marketingfachmann jetzt schon sicher: „Wir wollen so geizig wie
möglich mit unserer Zeit umgehen und das Projekt schnell umsetzen.“ Er könne sich vorstellen, dass
die Zweitwährung bereits Ende nächsten Jahres in Umlauf gehe. Dazu sei es vor allem wichtig, sich
gut zu organisieren und neben dem „Projektträger“, den bisherigen und zukünftigen Mitgliedern, ein
Projektteam aus wenigen Teilnehmern zu bilden. Mischke selbst will nach Absprache mit der Gruppe in
Zukunft die Projektleitung übernehmen.
Später Verein geplant
Der Arbeitskreis soll
außerdem nur die Initialzündung für einen späteren Verein sein, „der dann das Sagen hat“. Außerdem
betonte Mischke im Hinblick auf die bestehenden Erfolgsmodelle in anderen Regionen: „Wir brauchen
das Rad nicht neu zu erfinden. Wir müssen es jetzt nur in unsere Region reinrollen.“iDer
Arbeitskreis „Regionalgeld im Oberallgäu“ trifft sich wieder am 31. Januar um 19 Uhr im Kempodium.
Am 17. Januar hält - voraussichtlich - Klaus Kopp einen Gastvortrag über den „Chiemgauer“,
ebenfalls im Kemptener Kempodium.


