Gästeumfrage soll Bedarf an All-inclusive-Karte klären
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Entscheidung, ob die Ferienregion Alpsee-Grünten eine
All-inclusive-Karte für Urlauber einführt, ist auf Herbst vertagt. Die Zeit wollen die
Touristiker nutzen. Im Sommer solle es in Zusammenarbeit mit dem Mittelstandsinstitut der FH
Kempten eine Gästebefragung geben, sagt Sonja Oberbauer, Geschäftsführerin der
Alpsee-Grünten Tourismus GmbH. Die soll klären, ob die Gäste selbst bereit sind,
für ein «All inclusive» schon im Vorfeld mehr zu bezahlen.
Als
Zwischenlösung bewirbt die Ferienregion nun laut
Oberbauer verstärkt das bestehende
Kaufpaket
«Alpsee-Grünten-Inclusive». Da erwerben Urlauber
mit einer
günstigen Pauschale den Eintritt zu 15
Freizeitangeboten.
Wie berichtet,
liebäugelt die Ferienregion
Alpsee-Grünten (Sonthofen, Immenstadt, Rettenberg,
Blaichach
und Burgberg) mit einer richtigen All-inclusive-Karte
(Alpsee-Grünten-Plus»). So könnten Urlauber eine
Reihe von Angeboten nutzen,
ohne vor Ort extra den Geldbeutel
zücken zu müssen. Ihre Nebenkosten im Urlaub
wären
besser kalkulierbar. Allerdings müssten die Vermieter
dafür eine
Umlage zahlen, die auf die
Übernachtungskosten aufgeschlagen würde.
Der Fachbeirat der Tourismus-GmbH hat die Entscheidung über
das Projekt einhellig auf
Herbst 2010 verschoben - unter anderem,
weil durch die um die Umlage verteuerten
Übernachtungspreise
viele die Einkommensgrenze für Privatvermieter
überschreiten würden. Weiter Sorgen: Die
Preiserhöhung könne
Stammgäste abschrecken und das
Angebot sei zu «nordlastig».
Bei einer Umfrage unter den Vermietern waren laut Klaus Huber,
Vize-Geschäftsführer
der Tourismus-GmbH, fast alle
gegen das Projekt. Nur rund 2 Prozent stimmten dafür.
Für eine Verwirklichung müssten mindestens 35 Prozent
zustimmen, so Huber.


