
«Schnelles Internet muss übers Zentrum hinaus ein Anliegen sein»
Nicht zufrieden ist der Oberstdorfer Oskar Fischer mit der Internetverbindung im Stillachtal. Beim
Leserstammtisch des Allgäuer Anzeigeblatts wies er darauf hin, dass in weiten
Außenbereichen von Oberstdorf lediglich die Möglichkeit bestehe, über ISDN ins
Internet zu kommen. Gerade für Vermieter bedeute dies einen klaren Wettbewerbsnachteil,
schließlich buchten viele Gäste zunehmend übers Internet. Und auch Schüler
bräuchten heutzutage einen guten Zugang.
«Das schnelle Internet muss
über das Oberstdorfer
Zentrum hinaus für uns ein ernsthaftes Anliegen
sein»,
betonte Fischer. Bürgermeister Laurent Mies erklärte:
Die
Situation in Oberstdorf sei durch die große
Gemeindefläche problematisch.
«Eine Ausstattung mit
Kabel werden wir flächendeckend nicht gewährleisten
können, das wäre sehr, sehr teuer», so der
Rathauschef. Eventuell könne
man über andere technische
Möglichkeiten - etwa eine Antennenlösung -
nachdenken.
Fischer regte an, zumindest einmal gemeindeintern zu erheben, wo
Bedarf
besteht, und Kontakt zur Telekom aufzunehmen.
Wie Hautamtsleiter Thomas Kretschmer
auf Nachfrage der Zeitung
erklärt, gebe es bislang keine entsprechenden
Untersuchungen. Er weist darauf hin: Die schnelle
Internetversorgung falle nicht unter
kommunale Pflichtaufgaben.
Aktuell gebe es keine Pläne, dieses Projekt anzugehen.
Kretschmer: «Über Alternativen zur Verkabelungen haben
wir bislang nicht
nachgedacht, das Thema ist im Haushalt 2010
auch nicht vorgesehen.» (mic)


