
Oberstdorfer Bürgerversammlung
Wie lässt sich die Lebensqualität in Oberstdorf fördern und erhalten? Die Frage
stand im Mittelpunkt einer Bürgerversammlung. Nachdem Bürgermeister Laurent Mies
über Themen der Kommunalpolitik berichtetet hatte, kamen die Bürger zu Wort und hatten
auch Ideen, wie man das Leben im Ort angenehmer gestalten könnte.
Engelbert Huber
setzte sich dafür ein, den Zustand der Pflastersteine zu verbessern: «Wenn ich den
Ortskern ansehe, kommt mir das Grauen.» Die Steine seien nicht frostsicher gewesen,
hätten der Witterung nicht standgehalten, erklärte Mies. Gemeinsam mit dem Bauamt arbeite
man an einer Lösung. Huber beschwerte sich zudem, dass man im Ort zunehmend über
Reklameschilder und Auslagekörbe stolpere. Da will Mies mit den Einzelhändlern eine
vernünftige Lösung suchen.
Leere Ladenflächen in der Bachstraße waren Thema
von Arno Pürschel: Er beschwerte sich, beim Umbau eines Ladens zu einer behindertengerechten
Erdgeschoss-Wohnung in der Bachstraße auf «bürokratische Hindernisse»
vonseiten der Gemeinde gestoßen zu sein. «Die Leerstände sind ein Problem»,
entgegnete Mies. Der Gemeinderat müsse aber zunächst grundsätzlich entscheiden, ob
man den Teil des Ortes nicht wieder beleben wolle, bevor man die Läden
zurückbaue.
Radler und Fußgänger
Max Zellhuber regte an, die geteerten
Fußwege, die stark von Radfahrern befahren werden, durch Schilder für Radler
freizugeben. Was Widerspruch fand. Hans Schraudolf: «Wir dürfen Radler und
Fußgänger nicht vermischen, damit Familien mit Kindern ohne Gefahr spazieren gehen
können.»
Tourismusreferent Albert Titscher bat die Verwaltung, den
«Unrat» östlich und westlich des Badeplatzes am Freibergsee zu beseitigen. Mit der
Zukunft des Erholungsgebiets befasste sich auch die Frage von Georg Buhl, ob ein Zulauf zum
Freibergsee gebaut würde (Seit zwei Jahren gibt es Probleme mit dem niedrigen Wasserstand).
«Wir werden den Grünbachtelbach in den Freibergsee leiten», antwortete Laurent
Mies. Der Leitungsbau soll noch heuer umgesetzt werden. «Die Gäste stehen am Bahnhof vor
verschlossenen Türen der Kurverwaltung», kritisierte Heinrich Henze.
Er regte an, die
Öffnungszeiten zu erweitern, um auch früh oder spät anreisenden Gästen
Buchungsmöglichkeiten anzubieten. Das lehnte Mies ab: «Wer dort ankommt, sucht kein
Quartier mehr; der hat in der Regel schon eins.» Die Außenstelle der Touristinformation
sei mehr eine Aufladestelle für die Allgäu-Walser-Card. Zimmer würden dort kaum
vermittelt.



