Hindelanger Luft macht gesund
Bad Hindelang | sme | „Die Luft ist rein, Sie können kommen.“ Mit diesem kurzen
Satz hat es Bad Hindelangs Kurdirektor Maximilian Hillmeier auf den Punkt gebracht. Messungen des
Landesamts für Umweltschutz haben nämlich ergeben, dass die Schadstoffbelastung in der
Gemeinde als „sehr gering“ einzustufen sei. Einen Bericht mit den detaillierten
Untersuchungsergebnissen hat Hillmeier beim Fachgespräch in der Klinik Santa Maria Landrat
Gebhard Kaiser und dem Parlamentarischen Staatssekretär für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Gerd Müller übergeben.
Bei den
Schadstoffmessungen im vergangenen Jahr hatte das Landesamt für Umwelt Stationen an der
Passstraße und an der Klinik Santa Maria aufgebaut. Gemessen wurden dabei in der Hauptsache
Stickstoffe, Kohlenmonoxyd sowie Feinstaub. Das Ergebnis: Die Werte unterbieten alle bislang in
Bayern gemessenen Feinstaub- und Schadstoffwerte deutlich. So wurden beispielsweise beim Feinstaub
Werte festgestellt, die um 25 Prozent unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten liegen.
„Damit wird die Luftqualität zur Therapieform“, sagte Hillmeier.
Bad
Hindelang hat bereits eine Alleinstellung als „einziges deutsches Hochgebirgszentrum zur
Behandlung von Allergien“ mit stationärem und ambulantem Konzept. Wegen der besonders
niedrigen Pollen- und Feinstaubwerte bringe schon ein kurzer Aufenthalt in Deutschlands einzigem
Hochgebirgszentrum spürbare gesundheitliche Vorteile für Kinder und Erwachsene. Bei
Patienten mit Asthma bronchiale könne im Hochgebirgsklima von Santa Maria allein schon durch
das allergen- und schadstoffarme Klima ein deutlicher Entzündungsrückgang festgestellt
werden -und zwar ohne Medikamente, sagte Chefarzt Dr. Hartwig Höhre.
Mit
„Alpinmove“ habe man zudem eine Zukunftsstrategie zur Beseitigung von
Krankheitsursachen durch die Heilkraft der Bewegung im Heilklima entwickelt. Jetzt gelte es, diese
entscheidenden Vorzüge auch regional zu vermarkten, sagte Bruno Angstenberger, Verwaltungschef
der Klinik Santa Maria.
Der Mensch mache pro Tag etwa 50 000 Atemzüge, rechnete Dr.
Müller vor - und der menschliche Körper könne sich gegen den gefährlichen
Feinstaub fast nicht wehren. In Berlin läge die Feinstaubbelastung um das 20-Fache höher
als in Bad Hindelang und den Hochlagen von Ober- und Unterjoch. „Luftqualität ist
Lebensqualität“, meinte Müller.



