
Lockere Mischung aus Sprints, Passübungen und Koordination
Während alle anderen Oberallgäuer Fußballer schon längst mitten im Ligabetrieb
stecken, liegen die Hoffnungen der A-Juniorinnen der JFG Illerursprung auf der Rückrunde. Da
heuer in der Schwäbischen Liga zu wenig Vereine gemeldet haben, ist der amtierende
Schwäbische Meister zu einer Zwangspause verdonnert.
Als die Verantwortlichen davon
erfuhren, war es bereits zu spät, um die Spielerinnen als Damenmannschaft zu melden,
erklärt Trainer Max Bauer. Da Mädchen bereits im Alter von 16 Jahren eine
Spielberechtigung bei den Damen haben, verzichten die meisten Clubs auf die Meldung eines
A-Juniorinnen-Teams, fügt der 27-Jährige hinzu.
Auch wenn die A-Juniorinnen der JFG
Illerursprung lieber zur Titelverteidigung angetreten wären, tut der fehlende Spielbetrieb
ihrer Motivation keinen Abbruch. «Im Training Freunde zu treffen und sich gemeinsam zu
bewegen, ist Motivation genug», versichert Spielführerin Andrea Geiger.
Während
Silvia Martin die Übungseinheiten als einen «tollen Ausgleich» zum Alltag
empfindet, will Paula Brinker ihre Technik verbessern und Ann-Christin Kieper freut sich schon auf
die Freundschaftsspiele. Hier dürfen sich die Mädels nämlich nicht nur gegen andere
Juniorinnen messen, sondern auch gegen Jungs. «Gegen neue Gegner zu spielen, die wir noch
nicht kennen, spornt uns an», sagt Silvia Martin.
Das Training ihres Coach Max Bauer
finden sie alle «cool» und gehen daher gerne zweimal pro Woche auf den
Fußballplatz. Sogar in der Sommerpause treffen sich die Spielerinnen auf dem Soccer-Platz in
Fischen zum Kicken. Anfang September geht dann wieder das regelmäßige Training
los.
Nach einem gemeinsamen Aufwärm-Programm werden möglichst viele der Sprint- und
Passübungen mit Ball gemacht. Beispielsweise baut Max Bauer einen Slalom-Parcours auf, den
seine Mädels mit dem Ball durchlaufen müssen, bevor sie die Übung mit einem
präzisen Zuspiel auf eine Teamkollegin abschließen. In zwei Reihen wird das flache
Passspiel mit und ohne stoppen geübt und somit das Ballgefühl verbessert.
Auf den
Rhythmus kommt es an
Die Koordination steht beispielsweise beim Durchlaufen von am Boden
liegenden Stangen im Mittelpunkt. Für die dazwischen liegenden 60 Zentimeter ist der Rhythmus
aus zwei oder drei Kontakten genau vorgegeben. Zum Kraft- und Konditionstraining teilt sich die
Gruppe teilweise. Wenn Andrea Geiger mit den etablierten Kickerinnen beispielsweise zum Laufen
geht, kümmert sich Coach Max Bauer um die Neueinsteigerinnen.
Während der Kern der
knapp 20-köpfigen Truppe bereits seit etwa fünf Jahren beim TSV Fischen zusammen kickt,
kamen mit der Bildung der JFG Illerursprung (wir berichteten) zu Beginn der Saison noch ein paar
fußballbegeisterte Mädels hinzu.
Der ehemalige A-Junioren-Coach des TSV Fischen
trainiert die Mädchenmannschaft des Clubs bereits seit drei Jahren. «Ich hab das
Potential gesehen, das in den Spielerinnen steckt», erklärt der 27-Jährige Max
Bauer, warum er sofort bereit war, das Team zu übernehmen.
Seine Kickerinnen haben sich in
den letzten Jahren «sehr gut entwickelt», lobt der Coach. In der vergangenen Saison
sicherten sie sich daher souverän den Titel. Alleine das Torverhältnis von 100:20 spricht
hier für sich. Das Ziel für eine eventuell nach der Winterpause startende Spielrunde
steht daher ganz klar fest: die Titelverteidigung der Schwäbischen Meisterschaft.



