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Allgäuer Zeitung

Donnerstag, 15. November 2018
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
14.01.2010

«Stets an der Spitze neuer Entwicklungen»

Grund zur Freude für die Oberstaufner und Ofterschwanger: Der ADAC-Tourismuspreis wurde offiziell auf dem Imberg übergeben. Wie berichtet, hatte das Konzept «Oberstaufen Plus» den ersten und das Projekt «Gutes vom Dorf» den zweiten Platz gemacht. Das Oberstaufner Angebot hat die Jury besonders begeistert: «Zum einen, weil man sich damit konsequent an den Bedürfnissen von Urlaubern und Kurgästen orientiert hat. Zum anderen wurde damit ein starkes touristisches Netzwerk realisiert, von dem letztlich alle Beteiligten profitieren», erklärte August Markl, Vorsitzender des ADAC-Verbandes Südbayern, bei der Preisverleihung. Insgesamt hatten sich 44 Kandidaten um den Preis beworben.


Urlaub mit Mehrwert



Die Hälfte aller Anfragen, die ADAC-Mitglieder an ihren
«Club» richten, haben einen touristischen
Hintergrund. Anlass genug für die beiden bayerischen
Verbände, im Vorjahr den ADAC-Tourismuspreis aus der Taufe
zu heben. 2009 wurde der «Main-Radweg» ausgezeichnet.
Trotz deutlich größerer Konkurrenz hat sich diesmal
Oberstaufen durchgesetzt. Bürgermeister Walter Grath stellte
heraus, dass das Konzept darauf ziele, einen «Urlaub mit
Mehrwert» anzubieten. Keinesfalls solle der Urlaub in
Oberstaufen «verschleudert» werden. Zudem erinnerte
Grath bei der Preisverleihung im Imberghaus daran, dass die
Vermieter-Resonanz von Beginn an groß war. Dann sei
gehandelt und das Konzept umgesetzt worden - trotz bestehender
Bedenken. Letztlich seien die Befürchtungen, dass die
Gäste alle Angebote über Gebühr nutzen, nicht
eingetreten.



Somit rechne sich das Konzept für alle Beteiligten. Dieses
Umsetzen der Idee ohne ein «Zerreden» lobte denn auch
Alfons Zeller. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes
Allgäu/Bayerisch-Schwaben war ebenfalls nach Steibis
gekommen und bemerkte, dass der Tourismus zwei Milliarden Euro
ins Allgäu bringe und 40000 Arbeitsplätze erhalte.



Bedenken zurückgestellt



Landrat-Stellvertreter Anton Klotz stellte die «absolute
Vorbildfunktion» von Oberstaufen heraus, das «stets
an der Spitze neuer Entwicklungen» stehe. Auch er hob
hervor, dass Bedenken in der Marktgemeinde zurückgestellt
worden seien - im Gegensatz zur Situation in anderen
Tourismusgemeinden. Aus seiner Sicht muss es das Ziel sein, aus
«Oberstaufen Plus ein Oberallgäu Plus oder sogar ein
Allgäu Plus» zu machen.



Langfristig müsse es möglich sein, dass der Urlauber
aus Oberstaufen kostenlos aufs Nebelhorn fahren könne.



Oberstaufens Tourismusdirektorin Bianca Keybach konnte den Preis
zusammen mit Konstantin Andreas Feustel, der das
«Oberstaufen Plus»- Konzept entwickelt hat,
entgegennehmen. Damit verbunden ist ein Marketingpaket im Wert
von 25000 Euro. Es enthält einen Messeauftritt auf der
«Freizeit 2010» in Nürnberg,
Veröffentlichungen in der «ADAC-Motorwelt» und
im Internet.



Platz zwei des Tourismus-Wettbewerbes konnte sich Ofterschwang
mit seinem «Gutes vom Dorf»- Projekt und damit ein
zweites Oberallgäuer Konzept sichern. Der Leiter der
Gästeinformation, Stefan Nitschke, freute sich über die
Anerkennung und nahm eine Urkunde mit ins Hörnerdorf.

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