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Allgäuer Zeitung

Mittwoch, 17. Juli 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
30.10.2010

Klinik-Defizit soll um 1,4 Millionen Euro sinken

Die Tendenz ist nicht neu: Die Kliniken Oberallgäu machen Plus, das Klinikum in Kempten Minus. So läuft es vermutlich heuer; allerdings schneidet Kempten wohl deutlich besser ab als geplant. Die aktuelle Hochrechnung nennt bei 81,3 Millionen Euro Umsatz «nur» gut zwei Millionen Euro Defizit. Immer noch ein gewaltiger Verlust, aber gegenüber dem Haushaltsplan eine Verbesserung um gut 1,4 Millionen Euro. Denn ursprünglich war von knapp 3,5 Millionen Euro Defizit die Rede.

Ziel aber noch nicht erreicht
Für Geschäftsführer Andreas Ruland ist das ein erster Schritt, wenngleich das Ziel schwarzer Zahlen noch lange nicht erreicht sei, sagte er im Aufsichtsrat des Klinikverbundes. Dass die Krankenhäuser im südlichen Oberallgäu vermutlich auf 300000 Euro Plus kommen, freut Ruland. Dies insbesondere, weil es ja das erste Jahr nach dem Sanierungstarifvertrag ist. In Relation zum Jahresumsatz (47,6 Millionen Euro) zeige sich aber, dass auch dort die Luft dünn ist. Man müsse kämpfen, um nicht abzurutschen.
Die Prognosen des Geschäftsführers fürs kommende Jahr sind nicht rosig: Da sind die bekannt schwierigen Rahmenbedingungen und aktuell die gescheiterten Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft. Sollten sich die Krankenkassen mit den Sparvorgaben durchsetzen, könnte das dem Klinikverbund bei gleicher Leistung 2,35 Millionen Euro Umsatzeinbußen bringen. Das wäre der schlimmstmögliche Fall, sagte Ruland. 2009 und 2010 seien gute Jahre für Krankenhäuser gewesen. Das werde die nächsten Jahre vermutlich nicht der Fall sein.
Positiv aufs Ergebnis in Kempten wirken sich die Personalkosten aus: Zum einen wurde Stellen abgebaut, zum anderen fielen die Tarifänderungen geringer aus als im Etat kalkuliert. Dazu kommen noch Einsparungen durch die Auslagerung von Labor und Strahlentherapie. Die Sachkosten steigen unterm Strich vermutlich auf 29,1 Millionen Euro (+ 2,6 %), was mit an der gestiegenen Patientenzahl liegt.
Inzwischen macht sich laut Ruland bei Krankenhauspatienten ein neuer Trend bemerkbar: Immer mehr verzichten trotz entsprechender Versicherung aufs Einzelzimmer, lassen sich im Doppelzimmer versorgen - und das Geld auszahlen.

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