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Allgäuer Zeitung

Mittwoch, 17. Juli 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
15.12.2010

Klinik-Finanzen: Abwärtstrend gestoppt

Als sich vor gut einem Jahr das Kemptener Krankenhaus und die Kliniken Oberallgäu zusammenschlossen, gab es ein großes Ziel: Die defizitäre Klinik in der Allgäu-Metropole wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Ganz so weit ist es noch nicht, wie es gestern hieß. Doch erstmals, so Klinikverbundchef Andreas Ruland, könne der wirtschaftliche Abwärtstrend gestoppt werden und das Kemptener Haus seinen Verlust um vermutlich 41 Prozent (von vorausgesagten 3,45 Millionen Euro Defizit auf gut zwei Millionen) reduzieren.

«Der Patient muss zufrieden aus der Klinik gehen, Medizin und Pflege müssen stimmen», Dies, so Klinik-Aufsichtsratsvorsitzender OB Dr. Ulrich Netzer, sei oberste Prämisse, wenn über Wirtschaftlichkeit in der Klinik geredet werde. Dabei gehe es darum, so sein Stellvertreter im Aufsichtsrat, Landrat Gebhard Kaiser, den Spagat zwischen steigenden Ausgaben (beispielsweise bei Personal und Material) und immer weniger finanziellem Ausgleich durch die Politik hin zu bekommen. Also entweder mehr einnehmen oder an anderer Stelle einsparen. Für die Klinikmanager heißt das, an zwei Stellschrauben drehen: Die Abläufe im Haus durchforsten und möglichst viele Patienten gewinnen. Letzteres sei beispielsweise in Kempten gelungen. 214 Patienten mehr sind laut Ruland 2010 behandelt, mehr Leistungen erbracht worden.
Zwei gewichtige Gründe, warum die wirtschaftliche Lage in Kempten solider geworden sei.
Im Oberallgäu ist sie das schon lange. Auch heuer schreiben die Häuser in Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf schwarze Zahlen, so Geschäftsführer Michael Osberghaus - auch wenn laut Statistik 2010 weniger Patienten als im Spitzenjahr 2009 kamen. Die Kliniken Oberallgäu wollen ihren Kurs fortsetzen und weiter in die Qualität der Versorgung Kranker investieren.
Große Neuerung ist das Gesundheitszentrum Immenstadt: Im Neubau neben der Klinik kommen Praxen unter, was für Patienten die Wege zwischen Facharzt und Klinik verkürzt. Das Gesundheitszentrum soll im Mai öffnen.
Insgesamt sind Kemptens Oberbürgermeister Dr. Netzer und der Oberallgäuer Landrat Kaiser nach einem Jahr Verbund-Ehe mit den Ergebnissen zufrieden. Mit 2300 Mitarbeitern hat der Klinikverbund laut Kaiser dazu beigetragen, die Gesundheitsregion Allgäu ein Stück voranzubringen. Miteinander im Gesundheitswesen sei das Gebot der Stunde. Für Netzer hat sich vor allem auch die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat bewährt. Die Zusammensetzung von «medizinischem und wirtschaftlichem Sachverstand» sei sehr konstruktiv. Wichtig sei vor allem aber auch die Kommunikation mit den niedergelassenen Ärzten in Stadt und Land. (be/uw)
(Weitere Berichte folgen)

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