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Montag, 28. September 2020
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
08.05.2012

Die Oberstdorfer Bibliotheken zusammenlegen und modernisieren

Die Bibliotheken der Gemeinde Oberstdorf und des Gertrud-von-le-Fort-Gymnasiums werden vielleicht zusammengelegt. Im Hauptausschuss jedenfalls fand der Vorschlag Gefallen, das Leseangebot für Schüler und Allgemeinheit künftig komplett im Gymnasium vorzuhalten.

Dann jedoch als moderne Medienbibliothek und nicht "als Antiquariat", wie Bürgermeister Laurent Mies die derzeitigen Verhältnisse in beiden Büchereien beschrieb. Ein Ausbau der bestehenden Schulbücherei auf 260 Quadratmeter und ein moderner Bestand mit rund 20 000 Medien sowie 2000 bis 3000 digitale Angebote, das sind die Wünsche der Fachleute aus der Bayerischen Staatsbibliothek für Oberstdorf. Eine 30 bis 40 prozentige Förderung ist in den Gesprächen bereits avisiert worden. Weil im Zuge der Sanierung des Gymnasiums im Bereich der Schülerbücherei ohnehin etwas getan werden müsse, sei das Angebot durchaus verlockend, so Marktbaumeister Reiner Walf. Das Angebot in beiden Büchereien lässt derzeit zu wünschen übrig. Die Schulbibliothek ist viel zu groß und im Bestand ebenso überaltert wie die Gemeindebücherei.
"Bei der jährlichen Ausstattung mit 15 000 bis 20 000 Euro für Neuanschaffungen sind wir schwabenweit eher ein Schlusslicht", räumte Hauptamtsleiter Thomas Kretschmer ein. Vor allem Einheimische, darunter viele Grundschüler, nutzten das Angebot. Nur wenige Gäste liehen ein Buch aus.
Drum überzeugten die Mehrheit im Gremium auch die Bedenken von Michael Schmidl (AT) nicht, der es für falsch hielt, die Bücherei aus dem Zentrum in Oberstdorf an den Ortsrand zu verlagern. Für Toni Huber (CSU) sind Gemeinde- und Schulbücherei "zwei Paar Stiefel, die nicht zusammenpassen". Wenn man die Gemeindebücherei nicht mehr wolle, müsse man das deutlich sagen. Er fragte sich zudem, was bei einer Zusammenlegung mit der jetzigen Fachkraft passieren solle.
"Machen wir im Oberstdorf Haus weiter, wird das Ganze nicht billiger, aber die Qualität bleibt auf der Strecke", stellte Bürgermeister Mies klar. Er unterstrich, dass man bei der Neuplanung vom Erhalt des Arbeitsplatzes ausgehe. Auch die Öffnungszeiten in den Ferien sowie den Zugang zur Bücherei im aus Sicherheitsgründen nicht für jedermann offenen Schulhaus würden gewährleistet.
Ausschuss-Mehrheit dafür
Die Ausschuss-Mehrheit hielt den Vorschlag der Zusammenlegung für reizvoll. Die Ortsrandlage sei für Einheimischenwohl kein Problem und auch für lesefreudige Gäste "ein zumutbarer Weg", so Alex Rössle (SPD). Die letzte Entscheidung über die Zukunft der Büchereien liegt nun jedoch beim gesamten Gemeinderat.

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