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Sonntag, 21. Juli 2019
Eberl Medien GmbH & Co. KG
Unabhängige Tageszeitung für das Oberallgäu und Kleinwalsertal
21.04.2015

Großübung in Oberstdorfer Eissportzentrum: Sechs Feuerwehren rückten aus

Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen am und um das Oberstdorfer Eissportzentrum ließ am Montagabend Schlimmeres befürchten. Beobachter des Szenarios erkannten jedoch bald, dass es sich dabei um eine Großübung handelte. Die Feuerwehren aus Oberstdorf, Tiefenbach, Rubi-Reichenbach, Schöllang, Sonthofen und Riezlern rückten zu einem angenommenen Ernstfall an die Sportstätte unweit der Nebelhornbahn aus.

Das Übungsszenario ging von dramatischen Ereignissen aus: Bei der Sportstätte war demnach ein Kleintransporter in der Tiefgarage unter der Eishalle gegen eine Rohrleitung gefahren und hatte diese beschädigt. In der Folge trat Ammoniak aus, Gase  verbreiteten sich schnell im gesamten Gebäude. In der Tiefgarage gab es mehrere Explosionen, ein Feuerwehrmann geriet in Brand, rannte ins Freie und musste von Ersthelfern gerettet werden. Im Maschinenhaus des Eisstadions wurde ein Mitarbeiter vermisst, die Sonthofener Feuerwehr arbeitete sich mit Chemieschutzanzügen und schwerem Atemschutz durch die technischen Anlagen und fand die vermisste Person zwischen Pumpen und Verdichtern.
Weitere Feuerwehrmänner arbeiteten sich, ebenfalls mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, durch Schächte und Tunnel der Belüftungsanlage. Zur selben Zeit galt es im Skiinternat, das sich auf der Rückseite des Sportkomplexes befindet, die jugendlichen Sportler aus dem ersten und zweiten Obergeschoss in Sicherheit zu bringen. Dies übernahm die Feuerwehr aus Riezlern und rettete über die Drehleiter mehrere junge Sportler, die allesamt von der Übung überrascht wurden, aus ihren Zimmern.
Insgesamt evakuierte die Feuerwehr dort 57 Personen. Um die Ammoniakwolke einzudämmen, baute die Feuerwehr zwei Wasserwände auf, ähnlich wie bei einer Schneekanone.  Die Wasserversorgung erfolgte über die naheliegende Trettach und dem Faltenbach. Für die Dauer der Übung sperrte die Feuerwehr die Zufahrt zum Eisstadion.
Sportstättenleiter Hans-Peter Jokschat bedankte sich bei den Einsatzkräften. In den drei Eishallen herrschten in den Sommermonaten täglich bis zu 17 Stunden Betrieb, so Joschkat. Angesichts der Gefahren, die mit Ammoniak verbunden sind, sei daher eine solche Großübung notwendig. Laut Urban Kutschenreuter, technischer Leiter der Anlage, sind für den Betrieb der Kälteanlagen zwölf Tonnen Ammoniak notwendig.
Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Peter Vogler zeigten sich über den Verlauf der Übung und über die Zusammenarbeit der Feuerwehren sehr zufrieden. "Wie schnell so etwas gehen kann, das war zuletzt bei einem Großbrand in Immenstadt zu erleben", so Kreisbrandinspektor Joachim Freudig. Ein Bild von der Übung machte sich auch Kreisbrandrat Michael Seeger.

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